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Schatten aus Wuhan
Die Bergamo-Apokalypse: Hypothesen zur Ursache und Lehren für zukünftige Pandemien
Das Sokratesforum hat sich mit Fragen rund um die etwa zehnfach erhöhte Letalität in Bergamo im März 2020 näher beschäftigt, nachdem die Zahlen vor kurzem bestätigt wurden. Ein Letalitätspeak trat gleichzeitig in nur wenigen anderen Regionen in Europa auf. Da wir uns seit Beginn der Pandemie mit den zahleichen publizierten wissenschaftlichen Daten beschäftigen, kommen wir nun zu einem Verständnis, das es erlaubt aus dem Bergamo Phänomen interessante Schlüsse für zukünftige Pandemien zu ziehen.
Das Phänomen nur vereinzelt auftretender Letalitätspeaks in der Pandemie ist erklärbar, wenn die seit über 10 Jahren bekannten Forschungsergebnisse der Ausbreitung von respiratorischen Pandemieviren und der Entwicklung einer Immunität berücksichtigt werden. Die Infektion erfolgt praktisch nur durch Abatmung und Einatmung der Viren. Manche Menschen, die selbst nicht oder nur gering erkranken und sich daher nicht selbst isolieren, atmen große Mengen von Viren ab (Superspreader). In geschlossenen Räumen mit schlechter Lüftung kann es dann zur Inhalation hoher Viruskonzentrationen kommen, so dass unser Immunsystem nicht genügend Zeit hat, ausreichend spezifisch und quantitativ zu reagieren. Im Verlauf entwickelt sich aber dann doch durch die ungebremste Ausbreitung des Virus und die vielen Kontakte mit dem Virus rasch eine zunächst clusterförmige und sich später weiter ausbreitende Immunität.
Hat das Virus eine stark krankmachende Potenz (Virulenz), wie das SARS-CoV-2 aus Wuhan, ist die Letalität bei Erstkontakten in einer Gruppe von sogenannten vulnerablen Personen (bei diesem Virus vor allem ältere Menschen) hoch. Im Verlauf entwickelt sich nicht nur eine immer breitere und stabilere Immunität in allen Gruppen der Bevölkerung, auch das Virus verliert durch immer weitere Mutationen an Virulenz.
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Forderung einer Enquete-Kommission zur systematischen Aufarbeitung der Pandemie
Warum wir endlich eine Enquetekommission des Bundestages zur Pandemiepolitik brauchen.
Die Veröffentlichung der Protokolle des Krisenstabs des Robert Koch-Institut (RKI)hat eine breite politische Debatte über die Aufarbeitung der deutschen Pandemiepolitik ausgelöst. Sie sind nicht mit einer gelungenen Aufarbeitung zu verwechseln, aber ein wichtiger Baustein für die Klärung bisher umstrittener Sachverhalte. Sie dokumentieren die Widersprüche unserer Pandemiepolitik: Ihr gelang es zu keinem Zeitpunkt, wissenschaftliche Politikberatung von den politischen Kalkülen der wichtigsten Akteure zu trennen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wurde für dieses Defizit exemplarisch: Er suggerierte mit der Verwendung des Begriffs „Wissenschaft“, dass seine politischen Maßnahmen objektiv richtig und alternativlos wären, jedoch waren seine Behauptungen aus wissenschaftlicher Sicht inhaltsleer, denn er belegte seine Äußerungen nicht mit wissenschaftlich fundierten Begründungen.
Wissenschaft kann lediglich den vorhandenen und aktuellen Erkenntnisstand vermitteln, der sich aber in solchen dynamischen Situationen schnell ändern kann. Sie braucht als wichtigste Voraussetzung eine erkenntnistheoretische Offenheit für neue Erkenntnisse. Wissenschaft kann somit der Politik keine Handlungsanweisungen geben, sondern ihr nur evidenzbasierte (!) Optionen für mögliches politisches Handeln aufzeigen. Diese finden unter Unsicherheit statt, wobei eine funktionierende Wissenschaft die Unsicherheit quantifiziert. In demokratisch verfassten Gemeinwesen muss dieser Entscheidungsprozess für alle Bürger transparent und nachvollziehbar sein. Politische Entscheidungen betreffen dabei immer die Abwägung zwischen konkurrierenden Interessen. So sind die psychosozialen Folgen von Schulschließungen mit dem Nutzen einer Unterbrechung von Infektionsketten abzuwägen. Das gilt auch für andere Themen, etwa die vom Staat angeordnete systematische Diskriminierung von Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten. Die Wissenschaft kann solche Abwägungsprozesse nicht entscheiden. Sie kann lediglich die Plausibilität von Annahmen überprüfen.
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Das zunehmende Verschwinden der erkenntnistheoretischen Methoden aus der Wissenschaft – Ursache vieler politischer Probleme
Das Paper „Erkenntnistheoretische Grundlagen und ihre Beachtung in der heutigen Wissenschaft“ besteht aus drei Teilen:
Teil I: Erkenntnistheoretische Grundlagen
Teil II: Erkenntnistheoretische Problemstellen von Beobachtungsstudien
Teil III: Erkenntnistheoretische Problemstellen bei der Überprüfung von Hypothesen
Beitrag vom 25. Oktober 2023
Autoren:
Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Priv. Doz. Dr. Andreas Edmüller, Dr. phil. Andreas F. Rothenberger, Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Peter Nawroth, Dr. phil. nat. Gerhard Scheuch, Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med Dominic Dellweg, Dr. med. Patrick Stais, Dr. med. Peter Haidl, Dr. med. Thomas Hausen
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Warum hat in der Pandemie die Intensivmedizin häufig mehr Probleme geschaffen als gelöst?
Oder: Die Laborwertemedizin und ihre Folgen.
Beitrag vom 25. April 2023
Autoren:
Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Prof. Dr. med Dominic Dellweg, Dr. med. Patrick Stais, Dr. med. Peter Haidl, Dr. med. Thomas Hausen, Priv. Doz. Dr. Andreas Edmüller, Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Peter Nawroth, Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Dr. phil. Andreas F. Rothenberger
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Lehren aus der Pandemie
Beitrag vom 08.01.2023
Autoren:
Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Dr. med. Patrick Stais, Dr. med. Thomas Hausen, Priv. Doz. Dr. Andreas Edmüller, Prof. Dr. med Dominic Dellweg, Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Peter Nawroth, Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Dr. phil. nat. Gerhard Scheuch, Norbert Paland, Dr. phil. Andreas F. Rothenberger, Oliver Keymis
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Haben wir es geschafft?
Kein COVID-19 mehr – nur noch „Omikronitis“!
Beitrag vom 28.07.2022
Autoren:
Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Dr. med. Patrick Stais, Dr. med. Thomas Hausen, Priv. Doz. Dr. Andreas Edmüller, Prof. Dr. med Dominic Dellweg, Prof. em. Dr. med. Dr.h.c. Peter Nawroth, Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Dr. phil. nat. Gerhard Scheuch, Dr. Andreas F. Rothenberger
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Long COVID und postinfektiöses Syndrom
Beitrag vom 03.05.2022
Autoren:
Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Dr. med. Patrick Stais, Dr. med. Thomas Hausen, Prof. Dr. med Dominic Dellweg, Prof. Dr. med. Matthias Schrappe, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Dr. phil. nat. Gerhard Scheuch
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Leben mit Covid
Beitrag vom 25.01.2022
Unterzeichner:
Dr. phil. nat. Gerhard Scheuch, Dr. med. Thomas Voshaar, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Prof. Dr. rer. nat. Gerd Antes, Dr. med. Thomas Hausen, Dr. med. Patrick Stais, Priv. Doz. Dr. med Dominic Dellweg, Prof. Dr. med. Matthias Schrappe
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Der Lufthygiene-CheckListenelement 4
Sichere Räume in einer Pandemie
Beitrag vom 17.10.2021
Autoren:
Dr. ing. Achim Keune, Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Külpmann, Dr. rer. nat. Gerhard Scheuch, Prof. Dr. med. Hendrik Streeck, Dr. med. Thomas Voshaar
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Relevante Hygiene-maßnahmen bei der CoronapandemieListenelement 2
Beitrag vom 02.12.2021
Autoren:
Dieter Köhler, Gerhard Scheuch, Thomas Hausen und Thomas Voshaar
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Was ändert sich mit der vierten Welle?Listenelement 3
Clusterbildung, Selbstregulation und Ausbreitung in der Pandemie
Beitrag vom 02.12.2021
Ein aktualisierter Beitrag von Gerhard Scheuch, Thomas Voshaar und Dieter Köhler
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Die halbe und die ganze Wahrheit zur Wirksamkeit der Corona-ImpfungenListenelement 1
Beitrag vom 09.12.2021
Autor: Thomas Mansky
